Aufstieg zum Hirzer über die Hönigspitze

Wir entscheiden uns für die “klassische” Anreise: Mit dem Auto von Schenna nach Saltaus (25 Minuten) , an der Talstation steht genügend kostenloser Parkplatz zur Verfügung.
Von dort mit der Seilbahn bis zur Bergstation Klammeben, einmal muss an der Mittelstation in eine etwas größerer Gondel umgestiegen werden. In den ersten Morgenstunden ist hier noch nichts vom großen Rummel zu entdecken, welcher sich hier an sonnigen Sonntagen im Hochsommer wie heute entwickeln wird!

Ausgehend von der Bergstation beginnt diese Wandertour auf dem Wanderweg zur Staffellhütte. Auf dem ebenem, breiten Pfad dorthin geniessen wir die ersten Sonnenstrahlen und atmen den Duft der Alpenrosen ein, während sich die letzten Hochnebel verziehen und der Morgentau in den ersten Sonnenstrahlen auf den Gräsern glitzert.
An der Staffellhütte angekommen, denken wir an frohe Stunden nach, die wir hier verbracht haben, während wir uns dem nun steilen Aufstieg über den Grat zuwenden.

Nach den beschwerlichen ersten Höhenmetern auf dem schmalen Wanderpfad geht es am Wetterkreuz vorbei, während uns die Kühe dort keines Blickes würdigen schweift unser Blick immer wieder zu den südlich gelegenen Videgger Asssen, welche sich im ersten Licht sonnen und den dahinter gelegenen Gipfel des Ifingers fast schon bedrohlich erscheinen lassen.

Immer weiter über den Grat wird der Weg etwas technischer, es sind einige leichte Kletterpassagen in teils ausgesetzter Position zu bewältigen. Man merkt auch, dass die Luft etwas dünner geworden ist, der Atem geht schneller,teils auch vor Freude, die erste Etappe des Tages erreicht zu haben: Die Hönigspitze (2689 Meter) liegt links des Wanderpfades und ist von dort in wenigen Minuten zu erreichen!

Vom Hönig aus sind es zwar nur mehr 100 Höhenmeter bis zum Hirzer, diese haben es aber in sich:
Es geht über den in ständigem Auf und Ab über den Hirzergrat, der Weg wird immer steiler und auch steiniger, Vorsicht und ein vorausschauender Blick nach oben sind hier das Gebot der Stunde.
Zugleich steigen bei uns immer Nebel aus dem Sarntal hoch, welche den Hirzergipfel immer wieder in Wolken verhüllen. Wir beeilen uns jetzt ziemlich, um den Gipfel bei sicheren (Sicht)- Verhältnissen zu erreichen.

Am Gipfel angekommen saugen wir das die Lage und das herrliche Panorama förmlich in uns auf, die aufziehenden Nebel und der schneidend kalte Nordwind aber lasst und nach dem obligatorischen Schluck Gipfelwein doch gerne wieder das Weite suchen. Wir entscheiden uns für die Normalroute, welche uns direkt zurück auf die Hirzer Alm bringt, welche nach ca. 1:30 h Abstieg auch erreicht ist.

Kaum haben wir den Hirzer Almboden erreicht, hat sich das Wetter wieder beruhigt, die Sonne scheint wieder! Wir haben jetzt richtigen Hunger und entscheiden und für eine Einkehr in der Tallner Alm Kaser, es ist dies die erste Hütte, die wir beim Abstieg kreuzen, und es war eine gute Entscheidung! Das Essen ( Knödel mit Pfifferlingen, Kaiserschmarren) schmeckt hervorragend, es wird musiziert, und die freundliche Bedienung lässt uns auch achselzuckend über die doch ziemlich gesalzenen Preise hinwegsehen.

Nachdem wir uns mit müden Beinen wieder erheben , sind es zum Glück nur mehr wenige Gehminuten bis zur Bergstation der Seilbahn, welche uns wieder sicher ins Tal bringt.

Info


Anfahrt & Aufstieg
Mit der Hirzer Seilbahn ab Saltaus, von der Bergstation Klammeben ca. 2,5 h, Aufstieg (ca. 900 hm)

Zeiten


Von Mai bis November (falls schneefrei)